Wie wirksame Fotografie Ihre Experten-Positionierung stärken kann

Wie wirksame Fotografie Ihre Experten-Positionierung stärken kann 

Mit diesem Blogartikel ist es mir ein Anliegen bei Ihnen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche entscheidende Rolle Fotos in Ihrer Selbstvermarktung als Unternehmer, Dienstleister, Experte, Autor oder Künstler spielen und welche Auswirkungen dies auf Ihr eigenes Geschäft hat. 

Immer wieder erreichen mich Anfragen von Unternehmern, die einfach “nur ein paar Fotos von sich wollen” oder “eben nur mal schnell ein einzelnes Foto” benötigen. Da es sich um gestandene Experten in ihrem Gebiet handelt, die für ihr Fachwissen Premium-Honorare verlangen, kann diese Einstellung langfristig schädliche Folgen für die eigene Selbstvermarktung und Positionierung haben. 

Denn im Gegensatz zu reinen Privatpersonen, die ein paar “nette Erinnerung” von sich wollen, verwenden gewerbliche Personen (Unternehmer, Dienstleister, Experten, Autoren und Künstler) ihre Fotos für einen komplett anderen Zweck, nämlich zur Selbstvermarktung ihrer Dienstleistung. Das führt zu einer grundsätzlichen Frage: 

Wie hängen Fotos mit der Selbstvermarktung überhaupt zusammen? 

Im heutigen Zeitalter von Social Media und Online Präsenz spielt das Thema Sichtbarkeit im Internet eine Kernrolle in der erfolgreichen Selbstvermarktung. Dies dürfte bei den meisten Unternehmern mittlerweile angekommen sein. Zwar bieten sich durch eine Online Präsenz hervorragende Möglichkeiten mit potenziellen Kunden in Kontakt zu kommen. Allerdings steigt dadurch auch die Zahl der Mitbewerber drastisch, da diese ebenfalls online zu finden sind. Dienstleistungen und Angebote an sich werden dadurch vergleichbarer, weshalb es umso wichtiger ist, dass Sie sich wirksam vom Mitbewerber unterscheiden. 

Darum ist immer mehr die Rede von “Personal-Branding” bzw. dem Aufbau einer Personenmarken als Weg ein Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb zu bekommen. Auch spielt das Thema Positionierung als Experte eine immer wichtigere Rolle um sich erfolgreich online vom Rest abzusetzen.

Genau an dieser Stelle kommt das Thema Fotografie ins Spiel:

Fotos sind ein essentielles Kommunikationsmittel für die Entwicklung Ihrer Experten-Positionierung 

Denn Fotos selbst sind nichts anderes als Kommunikation. Sie als Portraitierter kommunizieren über das Foto mit dem Bildbetrachter (Ihrer Zielgruppe).

Was macht dann ein gutes Foto zur Selbstvermarktung überhaupt aus?

Da die Fotos in Ihrem Fall der Selbstvermarktung und dem Aufbau Ihrer Positionierung dienen und dies hier kein Diskurs über Ästhetik ist, ersetze ich “gute” Fotos durch “wirksame” Fotos. 

Ein Foto ist dann wirksam, wenn im wesentlichen 3 Punkte erfüllt sind: 

  • Ihre Persönlichkeit ist spürbar und authentisch
  • Das Foto kommuniziert Ihre (Marken-)Botschaft klar und deutlich
  • Ihre Wirkung und Botschaft kommt bei der Zielgruppe (dem Bildbetrachter) klar an

Früher reichte es noch aus ein bis zwei professionelle Fotos für eine Broschüre und Presseartikel zu haben. Mit einer eigenen Online Präsenz und den Sozialen Netzwerken  bieten sich heute mehr Kanäle zur Selbstvermarktung an und Sie können häufiger in Kontakt mit potenziellen Kunden kommen, indem Sie häufiger Inhalte erstellen. Das hat zur Folge, dass die Fotos heute häufiger verwendet werden und in der Bilderflut Ihrer Mitbewerbern Sie sich unterscheiden müssen.

Deshalb brauchen Sie heute mehr und originellere Fotos für Ihre Selbstvermarktung und Positionierung als Experte um aus der erfolgreich Online-Masse herauszustechen.

Wie ein Foto kommuniziert

Viele Bestandteile eines Fotos kommunizieren: Ihre Kleidung, die Location, Ihre Körpersprache, Gegenstände, die Lichtstimmung, Farben, Qualität der Aufnahme etc. All das ergibt ein Gesamtbild, welches kommuniziert. Hinzu kommt dann der entsprechende Kontext, indem das Bild verwendet wird. Auch wenn es sich für Sie gerade offensichtlich anhört, sind sich die meisten Unternehmer dessen nicht bewusst. Denn dieses Kommunikationsmittel birgt Chancen wie auch potenzielle Gefahren Ihre Positionierung zu schädigen. 

Wie “falsche” Fotos die Kommunikation ruinieren 

Auch wenn es bei Fotos an sich nicht unbedingt richtig oder falsch gibt, so gibt im Rahmen der eigenen Experten-Positionierung sehr wohl falsche Fotos. 

Wenn ein potenzieller Kunde mit Ihrem Social Media Profil oder Website in Kontakt kommt und alle anderen Faktoren wie Angebot, Expertise, Fachwissen etc. stimmen, kann das Foto ein ausschlaggebender Faktor bei der Entscheidung zur Buchung sein. Denn wenn Sie schlicht und ergreifend nicht vertrauenserweckend, kompetent oder sympathisch wirken, entscheidet sich der potenzielle Kunde für Ihren Mitbewerber. Diese Prozesse laufen zudem psychologisch unbewusst ab. 

Unten finden Sie ein extra Beispiel wie unterschiedlich eine Person auf einem Foto wirken kann. Dazu habe ich gemeinsam mit dem Psychologen Matthias Niggehoff ein paar Beispielaufnahmen erstellt. Das erste Foto zeigt eindeutig eine dominante, überhebliche Haltung. Die Person ist dramatisch von oben beleuchtet und bekommt somit Kontur und tiefe Schatten im Gesicht. Die Person wirkt hart. Hingegen ist das zweite Foto sehr offen und vertrauenserweckend durch die Mimik wie auch Lichtsetzung.  

Stellen Sie sich nun vor diese Fotos wären von einem Coach und er verwendet das erste Foto (Dominanz) auf seiner Homepage. Dort betont er wiederum, dass er sehr einfühlsam und verständnisvoll ist und ihm diese Attribute in seinem Wirken als Coach sehr wichtig sind. Dieses Foto stünde überhaupt nicht im Einklang mit seiner Botschaft. Es wird deutlich, dass sowohl das Foto selbst etwas kommuniziert, aber auch der Verwendungsrahmen entscheidet, ob die Kommunikation erfolgreich ist. Wenn beides nicht im Einklang ist kann dies die Kommunikation ruinieren.


Wollen Sie wirklich die Kontrolle über Ihre Wirkung auf einem Foto dem Zufall überlassen? 

Leider begegnen mir immer noch Profile von Unternehmern die Amateur Schnappschüsse als Bildmaterial für ihre Online Kommunikation verwenden. 

Was Sie tun können um Ihre Wirksamkeit auf Fotos zu steigern 

Vor meinen Shootings mit Klienten gibt es immer ein Konzeptionsgespräch. Dieses Konzeptionsgespräch ist mittlerweile integraler Bestandteil in meiner Arbeit geworden und verbindlich. Um das beste Ergebnis für meinen Klienten zu ermöglichen, entwickle ich gemeinsam mit ihm eine fotografische Positionierung statt nur “ein paar professionelle Fotos” zu machen.

Oft höre ich von Kritikern, ob dieses “verplante” Vorgehen nicht jegliche Kreativität im Shooting abtöten würde. Ganz im Gegenteil: Raum für Kreativität kann erst geschaffen werden, wenn klare Grenzen abgesteckt sind. Genau diese Grenzen werden im Konzeptionsgespräch definiert. Im Shooting selbst herrscht dann die nötige Gelassenheit, so dass spontane und kreative Motive sich zusätzlich ergeben. 

Deshalb machen Sie sich Gedanken wie Sie wirken wollen und wen Sie mit Ihren Bildern ansprechen wollen. Beachten Sie hierbei, dass die Kommunikation zweiseitig ist. Entscheidend ist nicht nur wie Sie wirken wollen, sondern wie Sie bei Ihrer Zielgruppe wirken müssen. Denn es nützen Ihnen keine Fotos, auf denen Sie vielleicht wirken, aber dann nur Datingangebote bekommen, schließlich wollen Sie neue Kunden gewinnen. 

Fragen Sie sich wie Sie aus der Masse Ihrer Branche herausstechen können: Seien Sie z.B. nicht der x-te Steuerberater, der vor seinen Leitz-Ordnern sitzt. Betreuen Sie Start-Ups und Existenzsgründer? Dann lassen Sie sich in einem Co-Working Space fotografieren. Gehen Sie dorthin wo Ihre Zielgruppe ist.

Versuchen Sie Ihre Persönlichkeit in die Fotos einfließen zu lassen. Was zeichnet Sie als Person aus und wie lässt sich dies in Einklang mit Ihrer Tätigkeit bringen? Kleidung, Locations, Gegenstände bieten hier Möglichkeit für Individualität.

Zu guter Letzt: Machen Sie sich bewusst wen Sie wirklich ansprechen wollen und zur Gegenprobe wen Sie mit den Fotos abstoßen wollen. 

Da Sie bis jetzt viele theoretische Überlegungen gelesen haben, folgt an dieser Stelle ein Praxisbeispiel

Praxisbeispiel Robert Kraxner

Im letzten Jahr habe ich mit dem Coach Robert Kraxner gearbeitet. In einem umfangreichen Konzeptionsgespräch haben wir gemeinsam im Vorfeld ermittelt welche Außenwirkung Robert Kraxner erzielen will, welche Werte vermittelt werden sollen und welche Botschaft die Fotos kommunizieren sollen. Dies war die Grundlage für das spätere Fotoshooting in Berlin. Diese Basis bot das Fundament für die Entwicklung aussagekräftiger Motive. 


Konzeptionsgespräch vor dem Fotoshooting mit Robert Kraxner



Damit das ganze noch greifbarer wird, habe ich mich dazu entschieden Robert Kraxner einmal selbst zu Wort kommen zu lassen. 

Ein Erfahrungsbericht geschrieben von Robert Kraxner

Es kommt immer wieder vor, dass mich Kunden über Wochen und Monate in den sozialen Netzwerken und auf meiner Homepage beobachten, bis sie mit mir das erste Mal in Kontakt treten. Vor dieser ersten Kontaktaufnahme ist die Kommunikation eine Einbahnstraße, in der ich als Selbstständiger gefordert bin, eine klare Botschaft und klaren Nutzen auszusenden. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, um den Kontakt zu stillen Beobachtern zu stärken, bis sich diese zu erkennen geben und gegebenenfalls zu Kunden werden. Nach 6 aktiven Jahren in der Onlinewelt weiß ich, dass es vor allem Authentizität und Persönlichkeit benötigt, um bei diesem Vorhaben erfolgreich zu sein. 


Die Wichtigkeit von Bildern 

Im Internet (Facebook, Homepage usw.) müssen wir über digitale Wege überzeugen. Uns stehen Text, Bilder, Videos und Ton zur Verfügung.

In diesem Mix habe ich Bilder lange Zeit unterschätzt! Mir war nicht bewusst, wie aussagekräftig Bilder sein können und was diese auf tieferer Ebene transportieren. Ich durfte erleben, dass Menschen eine Verbindung zu mir aufgebaut haben, jedes Mal, wenn sie ein Bild von mir gesehen haben. Menschen berichten mir beim ersten persönlichen Kontakt oft, dass sie das Gefühl hätten, mich bereits Ewigkeiten zu kennen. Wie haben meine Kunden und mein Online-Publikum auf die neuen Bilder reagiert?

Persönliche WhatsApp-Nachrichten von Kunden, Kritik via Facebook-Messanger, Kontakte die mich auf Veranstaltungen auf die neuen Fotos angesprochen haben, Lob in Facebook-Kommentaren, Gesprächsstoff beim Familientreffen, bis hin zu jemanden, der eines der Bilder kopiert bzw. nachgestellt hat - die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Feststeht, dass die Bilder emotional bewegen, aus der Masse herausstechen und meine Persönlichkeit unterstreichen. Gewissermaßen sind sie ein Verstärker - das was ich sage, wofür ich stehe und was ich bewirke, scheint bei meinem Gegenüber fokussierter und stärker anzukommen. Bei den einen sorgen die Bilder für mehr Distanz, bei den anderen steigt die Anziehung auf mich und meine Marke.


Wie setze ich die Bilder in meiner Kommunikation ein

Ich veröffentliche wöchentlich einen Artikel rund um die Themen neue Wege gehen, Klarheit finden, Mut stärken und Ziele erreichen. Jeder dieser Artikel wir mit einem Foto von mir veröffentlicht. Jedes Mal, wenn einer der Artikel auf Facebook geteilt wird, erscheint ein Bild von mir. 


Screenshot von einem Blogartikel von Robert Kraxner


Jedes Mal, wenn ein Artikel von mir gelesen wird, bin ich mit einem Foto präsent, sodass Leser automatisch eine stärkere Beziehung zu mir aufbauen. Das bewirkt wahre Wunder! Ich habe in den letzten Jahren über 150 Artikel veröffentlicht, bis ich mich zu diesem Schritt entschieden habe und professionelle Bilder zur Verfügung hatte. Artikel werden öfter geklickt und gelesen! Leserinnen und Leser stellen eine Beziehung zwischen meinen Texten und mir her! Treue Leser berichten mir, dass die neuen Bilder Emotionen auslösen und die Bindung zu meiner Arbeit stärker wird. Meine Arbeit wirkt um Klassen professioneller!


Wie nehme ich die neuen Bilder in meiner Kommunikation wahr?

Vermutlich haben Bilder je nach abgebildeter Persönlichkeit und Einsatz eine stark unterschiedliche Wirkung. Ich kann bisher wahrnehmen, dass ich durch die neuen Bilder eine gesunde Abgrenzung erzeuge. 

Menschen die nicht zu mir passen, werden tendenziell abgeschreckt. Entstanden ist dadurch eine elitärere Energie rund um mich und meine Arbeit. Menschen die sich von meiner Arbeit angesprochen fühlen, nehmen verstärkt wahr, dass der Kontakt zu mir und meinen Hilfestellungen nicht selbstverständlich ist und nicht von der Stange kommt. Das stärkt ungemein die Treue gegenüber meiner Marke und vor allem die Anziehungskraft, die ich auf mein Umfeld habe. 

Mit den neuen Bilder steche ich aus der Masse heraus 

Das Internet ist randvoll mit Coaches, Beratern, Dienstleistern und infolgedessen auch Angeboten. Es besteht ein Überangebot und Informationsüberfluss. 

Wer arbeitet und kommuniziert wie alle anderen, ist ein Goldfisch unter tausenden! 

Bilder mit Ausdruck in Kombination mit einer klaren Botschaft eignen sich hervorragend, um aus der grauen Masse herauszustechen und die Aufmerksamkeit von potenziellen Kunden zu gewinnen! 

Fazit

Mein Anliegen mit diesem Blogartikel war es bei Ihnen ein Bewusstsein zu schaffen, dass wirksame Fotografie sich unmittelbar auf Ihre Experten-Positionierung auswirkt. Diese Auswirkungen können positiv wie auch negativ sein. Zum Abschluss noch einige Fragen für Sie: 

Vermitteln die Fotos klar Ihre Botschaft und Werte? Wie wollen Sie wirken? Wie müssen Sie für Ihre Zielgruppe wirken?


Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben, können Sie mich hier kontaktieren.  

Hier finden Sie die im Artikel erwähnten Beiträge von Robert Kraxners Blog (klick.)


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